Warum mein Blog nicht jedem gefallen wird

Hallo,

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, was ich hier auf meinem Blog schreiben will, worüber und wie. Wenn man Content Ideen Blog googelt (nicht, dass ich das nötig hätte, ich habe 52 Ideen ausgearbeitet/halb fertig), dann stehen dort immer Fragen wie:

Was fehlt deiner Zielgruppe? Was kannst du für Lösungen für die Probleme deiner Zielgruppe anbieten?

Welchen Mehrwert bietet dein Beitrag? Ist die Überschrift interessant genug formuliert?

Natürlich sind solche Dinge wichtig, ihr seid mir wichtig, die meinen Blog lesen, die mich unterstützen, lesen, kommentieren, der Blog als solcher ist mir wichtig. Aber nicht, um für jedes Problem eine Lösung zu bieten. Ich versuche zunehmend solche Überschriften zu vermeiden: „So hörst du auf, vergangenes zu vergessen!“ und stattdessen sowas zu schreiben: „Wenn vergangenes vergessen wird…“. Ist das marketingtechnisch unklug? Sowas von. Aber ich merke, dass es mich in meiner Kreativität und Motivation einschränkt, nonstop darüber nachzudenken, wie ich möglichst reißerisch Lösungen bieten kann, für Probleme, die es vielleicht gar nicht gibt. Kontinuierlich nach dem Mehrwert zu gieren, wenn ich doch eigentlich nur meinen Gedanken teilen will. Natürlich ist es mir wichtig, dass ihr Leser auch was vom lesen habt. Sonst würde ich mir nicht solche Mühe geben, nicht zu viel oder zu wenig zu schreiben, die Texte ansprechend mit Bildern zu unterbrechen und ein insgesamt ansprechendes Layout und Kategorien etc. zu haben. Mir ist es wichtig, dass ihr von jedem Blogbeitrag etwas mitnehmen könnt. Und sei es nur, weil ich einen neuen Gedanken anstoßen konnte, euch etwas Interessantes aufzeigen konnte, ihr für ein paar Minuten eure Sorgen vergessen konntet, weil ihr schöne Bilder angucken könnt oder euch mit mir über ein Buch aufregt oder austauscht. Weil ihr interessantes Lesen und angucken könnt. Das ist mein Ziel. Aber gleichzeitig blogge ich auch, um meinen Gedanken und Bilderserien einen Ort zu geben. Ich mache mir oft über alles mögliche Gedanken, verknüpfe Dinge, die augenscheinlich erst einmal nicht so viel miteinander zu tun haben etc.

Mein größtes Vorbild im Bereich des Bloggens ist übrigens https://paleica.com/ warum? Weil sie wahnsinnig tiefgründige Beiträge verfasst mit wunderschönen Bildern und häufig einfach ihre Gedanken zu Themen niederschreibt. Ich blogge nicht nur für euch, sondern auch für mich. Und diese Balance finde ich wichtig. Natürlich werde auch ich mal Titel haben, die sagen „so machst du XY.“ etc. Denn ich will ja auch meine Erfahrungen und Tipps weitergeben, will helfen, in allem, was ich weitergeben kann. Aber ich werde auch zum Beispiel einfach nur ein paar Gedanken und Fotos von einem Winterspaziergang posten. Helfe ich damit mit einem Problem? Nein. Biete ich damit einen Mehrwert? Vielleicht. Ich glaube, wenn Interesse an meinen Gedanken und Fotos herrscht, an dem, wie ich die Welt sehe, wie man manche Dinge erreichen kann, dann bietet jeder Beitrag einen Mehrwert.

Was also ist ein Blog?

„Ein Blog ist ein elektronisches Tagebuch im Internet.“

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/blog-51843

Und genau das findet ihr hier: Mein öffentliches Tagebuch. Keine Betriebsanleitung für dieses oder jenes, sondern einfach nur mich und ich hoffe, das ist genug. Das mag für den ein oder anderen vielleicht weniger interessant sein, vielleicht für den anderen gerade deswegen umso mehr. Noch weiß ich das nicht. Genauso wenig wie ich weiß, welchen Beitrag ich als Nächstes veröffentlichen werde. Aber ich weiß, dass ich viel vorhabe, so viele Gedanken meinerseits warten darauf, aufgeschrieben zu werden, so viele Fotos wollen gezeigt werden und so viele unterschiedliche Themen aus meinem persönlichen Alltag mit den Fragen des Lebens und den Dingen, die wirklich wichtig sind, Familie, Schreiben, fotografieren, Bücher, mental health etc. verknüpft werden und ich bin jedem einzelnen von euch dankbar, der mich auf diese Reise begleitet!

PS: Natürlich werde ich meine Beiträge trotzdem häufiger versuchen, mit den den berühmten W-Wörtern zu starten, Wie/Warum etc. , einfach weil ich das selbst sehr ansprechend und hilfreich/interessant finde, aber eben nicht ausschließlich, denn dann könnte ich manche Gedanken, manche „einfachen“ Beiträge nicht teilen.

Wie denkt ihr darüber? Was ist für euch ein Blog?

Alles Liebe,

Eure Nadine

Verfasst von

Fotografin, Autorin, Coverdesignerin, 27 Jahre.

10 Kommentare zu „Warum mein Blog nicht jedem gefallen wird

  1. Liebe Nadine, vielen Dank für die Blumen, ich fühle mich wirklich sehr geschmeichelt 🙂 du weißt ja, dass ich auch immer wieder struggles mit genau diesem thema habe aber dann halt letztlich doch meistens wieder zu dem bewährten „ich“ zurückkomme, weil ich alles andere auch nicht durchhalte, weil alles andere arbeit ist und es mich aber auf diese art und weise bereichert. weißt du, ich glaube, das internet ist viel zu sehr ein ort für problemlösungen geworden. ich finde es schön, zwischen all den problemlösern mal echt menschen zu finden, die einfach ihre gedanken teilen anstatt das gefühl zu haben, in einer dauerwerbesendung zu sitzen. und ich liebe deine fotos, zeig sie einfach. deine fotos anzuschauen macht mich glücklich, es ist ein genuss – und das ist definitiv ein mehrwert 😉 (sorry, mein anderer browser mit bekanntem account will mich grad nicht posten lassen, drum bin ich mit dem hier)

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    1. Bitteschön gerne 😉 OMG ja, Dauerwebsendung, das ist ein gutes Wort 😀 Das finde ich echt anstrengend. Dankeschön! Ohh, so schöne Komplimente am Morgen, das macht mich glücklich, Dankeschön! ❤

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  2. Hallo Nadine, ich freue mich auf deinen Blog und auf deinen Blick auf die Welt. Manches mal sind die richtigen Fragen in den Raum zu werfen weit inspirierender, als die Antworten. ☺️ Ich freue mich darauf deine Gedanken zu lesen und deine Bilder zu betrachten!
    Liebe Grüße, Nicole

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  3. Natürlich kann man einen Blog datenanalytisch betrachten und ihn ausschließlich unter SEO Gesichtspunkten gestalten und formen. Aber der Mensch ist ja weitaus mehr als die Summe seiner Daten und mehr als ein „Selfbranding tool“.
    Wir sind Menschen. Man schreibt ja auch Bücher, weil man was zu erzählen/sagen hat. 🙂 Und so ein Blog kann ein wunderbarer Begleiter des eigenen Lebens sein.
    Liebe Grüße,
    Werner

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    1. Selfbranding Tool, dass Wort gefällt mir auch bzw. wofür es steht haha 😀 Ja, genau! Letzten Endes steckt immer ein Mensch hinter jedem Blog, mal merkt man das mehr, mal weniger 🙂 Dankeschön, freut mich! Liebe Grüße zurück.

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